











Wohin entwickelt sich die Stadt Köln, lautet die Frage, als sich die Werkstore der temporären Zukunftsfabrik im Rheinauhafen öffnen und sich die Workshop-Teilnehmer in kreative Werksarbeiter verwandeln. Studenten lassen Hand in Hand mit Spitzenmanagern und Wissenschaftlern ein Feuerwerk an Ideen los.
„Design als kommunikatives Medium der Lebens- und Zukunftsgestaltung“ lautet das Thema des RheinDesign-Festivals, zu dem die Kreativwirtschaft der Stadt Köln ihren Beitrag leisten soll. Z_punkt und facts and fiction lassen sich nicht lange bitten und laden zum Zukunftsworkshop „Rapid Future Fabrication“ ein. Willkommen sind alle, die mitgestalten wollen, wie und wohin sich die Stadt Köln bis zum Jahr 2030 entwickelt. So kommt es, dass Studenten Hand in Hand mit Spitzenmanagern und Wissenschaftlern arbeiten – ohne hierarchische Restriktionen.
Im Kölner Rheinauhafen öffnen wir die Werkstore der temporären Zukunftsfabrik, in der sich die Workshop-Teilnehmer in kreative Werksarbeiter verwandeln und vor der Aufgabe stehen, in kürzester Zeit Produkte und Dienstleistungen zu erschaffen.
Zunächst werden die Ideen buchstäblich am Fließband entwickelt – miteinander verbundene Karten mit fiktiven Nachrichten aus der Zukunft dienen als Rohmaterial. Jeder Teilnehmer bearbeitet sein Werkstück so lange, bis die unerbittliche Werkssirene das Band weiter taktet. So entsteht ein kollektiver Ideenpool. Aus diesem bedienen sich die anschließend gebildeten Teams, um ein aussichtsreiches Produkt der Zukunft zu entwickeln. Wo sie nicht weiterwissen, können sie lebendige Tools um Hilfe bitten. Diese Werkzeuge aus Fleisch und Blut stellen wir für eine limitierte Zeit zur Verfügung, es sind hauseigene oder den Agenturen eng verbundene Designer, Architekten, Rapper, Autoren, Texter, Fotografen, Kreativ-Direktoren und Zukunftsforscher. Heraus kommt ein Feuerwerk kreativer Ideen. Beispielsweise üben die Kölner Sponti-Rapper Nick Knatterton und Panik Panzer mit einem Team Freestyles ein, um eine Art Skateboard zu bewerben, das im Jahr 2030 auch Hochbetagten ein mobiles Leben ermöglichen soll. Zur gleichen Zeit diskutieren Experten vom Fraunhofer-Institut mit einer anderen Gruppe, wie im Museum der Zukunft virtuelle und authentische Bilderlebnisse eine homogene Einheit bilden. Ein drittes Team entwickelt das Konzept des individuellen Emissionshandels: Wer umweltfreundlich handelt, erhält auf einer GreenCard Punkte gutgeschrieben, die in kostenlose Monatstickets für den öffentlichen Nahverkehr umgewandelt werden können.
Das Fazit aus der Arbeit der Zukunftsfabrik: Das Jahr 2030 kann kommen, Köln wird in Form sein.