






Der Treffpunkt der Computerspielbranche ist laut und schrill – gar nicht so leicht, hier zum Messegespräch zu werden. facts and fiction liebt Herausforderungen auf diesem Level und kreiert passend zum provokativen Motto „Game Crazy“ einen Messestand als Klapsmühle für durchgedrehte Spiele-Freaks.
Je lauter und schriller, desto angesagter bei jungen Menschen – das gilt zumindest für die Messe Games Convention, Treffpunkt der deutschen Computerspielbranche. Spieleentwickler Vivendi Universal Games möchte in diesem Hexenkessel zum Messegespräch werden.
Kein leichtes Unterfangen, aber facts and fiction liebt Herausforderungen auf diesem Level und kreiert einen Aufsehen erregenden Stand – die relativ kleine Standfläche von 200 m² erhöht den Schwierigkeitsgrad um ein weiteres.
Das Motto ist ebenso provokativ wie medienwirksam: Game Crazy. Der Messestand als Irrenhaus, als Klapsmühle für durchgedrehte Spiele-Freaks. Gepolsterte Wände und Fußböden, an den Wänden Röntgenbilder und Hostessen in Krankenschwesterkostümen – von der Gruppentherapie bis zur geschlossenen Abteilung für über 18-Jährige präsentiert sich der Stand als bis ins Detail konsequent durchgeplante Therapiestation für Spielsüchtige.
Kranke Gamer, die sich in Behandlungsstühlen mit den neuesten Spielen selbst therapieren, liefern Bilder, die von Fernsehen, Presse und Internet-News-Diensten dankbar angenommen werden. Auf die vom Spielevirus befallenen Volljährigen warten Halluzinationen der besonderen Art: Hinter einer verspiegelten Glasscheibe räkeln sich die Babes aus dem Spiel Leisure Suit Larry halbnackt. Bei VUG liegen Wahn und Realität eben ganz nah beieinander.
Die Besucher sind verrückt nach dem Stand und machen die Notaufnahme tatsächlich zum bestens besuchten Messeereignis. Alles andere als durchgeknallt sind die Reaktionen der Fachwelt: Neben einer Nominierung für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland und einer Auszeichnung des ADC erzielt der Messestand Gold beim EVA-Award in der Kategorie Exhibition Event.
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