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Projekt
Goethe-Institut

Erfinderland Deutschland

Vom Buchdruck bis zur MP3 – deutsche Erfindungen verändern die Welt. Deutschland rangiert unter den Top-3-Nationen bei den Hightech-Patentanmeldungen. Das Goethe-Institut möchte diese Botschaft in die Welt tragen und für den Wissenschaftsstandort Deutschland sowie die hiesigen Studien- und Arbeitsmöglichkeiten werben. Mit einer Wanderausstellung, die um die Welt reist. Mit im Boot sind die Kooperationspartner von der Fraunhofer- und der Max-Planck-Gesellschaft.


Die Aufgabe des Steuermanns übernimmt krafthaus  Das Atelier von facts and fiction. Als erfahrene Wanderausstellungsprofis – im Falle des Goethe-Instituts sind wir Wiederholungstäter – entwickeln wir ein Konzept, das einigen Anforderungen zu genügen hat. Inhaltlich interessant und grafisch ansprechend soll die Ausstellung sein, gleichzeitig auf kleinstem Raum lager- und transportfähig und von nur zwei Personen leicht aufzubauen. Außerdem flexibel, die Räumlichkeiten der Goethe-Institute weisen unterschiedliche Größen auf. Und zu guter Letzt sehr robust, die Ausstellung wird ca. zwei Jahre lang weltweit auf Reisen sein – in Kuala Lumpur und Hanoi macht sie genauso Station wie in Dublin oder dem norwegischen Bodo.

Unsere Antwort auf die Vorgaben heißt ERFINDERLAND DEUTSCHLAND – BAUKASTEN ZUKUNFT, ein spezielles Modulkonzept, das auf verschieden großen Grundrissen realisiert werden kann. Zu den Themenbereichen Kommunikation, Optik, Material, Medizin, Informatik, Energie und Mobilität gibt es jeweils ein Hands-on-Modul, mit dem ein spezieller Aspekt wissenschaftlich oder spielerisch verdeutlicht wird. Ergänzende Informationen zur Funktionsweise, Bedeutung der Innovation und den Erfindern etc. werden über Wandgrafiken und Tablet-PCs vermittelt. 

Neben den interaktiven Stationen finden sich auch spannende Texte und Filme zu aktuellen Forschungsprojekten. Um auf die deutsche Sprache, das Goethe-Institut und die vielfältige Bildungslandschaft in Deutschland aufmerksam zu machen, fungieren Zitate von internationalen Absolventen. In ihren eigenen Worten beschreiben sie, wie das Studium in Deutschland ihre Karriere vorangebracht hat.

Die Themen sind vertraut, doch die formale Umsetzung soll überraschen. Sie soll zum Mitmachen einladen, die Neugierde und die Lust, etwas Neues zu schaffen, wecken. Deshalb bedienen wir uns des Baukastens, den jeder aus seiner Kindheit kennt. Ob als Miniatur-Landschaftsgestalter einer Modelleisenbahn oder als kühner Pilot von Modellflugzeugen, stets geht es darum, aus einer Vielzahl unglaublicher kleiner und zahlreicher Einzelteile ein Gesamtkunstwerk zusammenzufügen. Am häufigsten sind die Einzelteile eingebettet in Kunststoffrähmchen, aus denen man sie herausbrechen muss, die sogenannten Spritzlinge.

ERFINDERLAND DEUTSCHLAND – BAUKASTEN ZUKUNFT besteht auch aus Spritzlingen, allerdings aus überdimensionalen. Eingebettet in Rahmen sind deutsche Erfindungen, so als könne man sie jederzeit anhand der Sollbruchstellen herauslösen und zu einem ganz eigenen Deutschlandbild zusammenfügen. Gerade die maßstäblich völlig heterogene Anordnung – vom Auto bis zum Halbleiterelement – macht einen besonderen Reiz aus. Jeder Spritzling hat eine eigene Farbe, die jeweils für ein bestimmtes Themengebiet steht. Die Seitenwände dienen als Objektträger für interaktive Angebote oder als Grafikflächen. Zur Erreichung eines realistischen Effekts bei der Berührung sind sowohl die tragenden Elemente als auch die Objekte mit einer Softtouch-Kunststofffarbe umhüllt. So wird das Erfinderland Deutschland alles in allem begreifbar.

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